Ab Herbst testen 5 deutsche Unternehmen gemeinsam mit dem Familienministerium anonymisierte Bewerbungsverfahren. Ziel des Pilotversuches ist es, KandiatInnen zu einem Bewerbungsgespräch ausschließlich aufgrund der Qualifikationen einzuladen.
Die Bewerbung enthält keine Angaben zu Geschlecht, Alter und Herkunft und keinen Namen und Foto. Damit sollen auf diese Kriterien aufbauende bewusste aber auch unbewusste Entscheidungen verhindert werden. Viele Studien und Erfahrungsberichte zeigen, dass Angaben über Kinder, ausländische Herkunft, höheres Alter, etc. die Chance auf den ausgeschriebenen Arbeitsplatz tendenziell schmälern, trotz vorhandener Qualifikationen.
Der Pilottest ist über den Zeitraum eines Jahres ausgelegt und wird wissenschaftlich ausgewertet. In Frankreich läuft ebenfalls bereits ein derartiger Test und in den USA ist diese Methode der Personalauswahl bereits seit vielen Jahren im Einsatz. Neben einigen schon jetzt vorhandenen Pro- und Kontrastimmen wird sich nächstes Jahr letztendlich zeigen, wie der Test verlaufen ist und wie die Methode in der Praxis eingesetzt werden kann.
Mehr Informationen dazu finden sich im Artikel der Zeit-Online.
Dienstag, 31. August 2010
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1 Kommentare:
Der geplante Pilotversuch sorgt für Aufregung. Einzelne Gruppierungen sind gegen anonyme Bewerbungsverfahren, wie folgender Beitrag zeigt: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,714952,00.html
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