Mitarbeitermotivation: Im Büro da ist es lustig

Hans-Georg Pflümer / pixelio.de
Früher lief der Spaß im Büro nebenbei. Heute hingegen wird zur Mitarbeitermotivation und als Teambuildingmaßnahme Spaß als Zwang verordnet.

Vor allem ausgehend von den typischen Silicon Valley Unternehmen zieht der Spaßkult in unsere Büros ein. Durch die entstehende Freizeitatmosphäre steigt erwiesenermaßen die Produktivität. Mitunter treibt dieser Trend allerdings recht seltsame Blüten.

Die amerikanische TD Bank etwa beschäftigt eine eigene "Wow!"-Abteilung. Kostümierte Mitarbeiter besuchen erfolgreiche Kollegen um diese zu überraschen und zu erfreuen. :-). Mittlerweile hat sich eine komplette Industrie um dieses Thema gebildet.

Der Inder Madan Kataria wird von Firmen für Lachyogaeinheiten eingeladen. Das britische Unternehmen "Fun at Work" bietet nach eigenen Angaben "Mehr Lustiges als Du aushältst". Beispielsweise werden Doppelgänger von Promis in den Empfang gesetzt. Über andere Firmen wird den Mitarbeitern ermöglicht, zur Entspannung in der Mittagspause Schafe zu scheren oder Gänse zu hüten.

Manche Beschäftigte fühlen sich zwangsbespaßt, anderen gefällt die lockere Stimmung. Letztendlich geht es aber immer um die Gewinnmaximierung des Unternehmens.

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Google: Über 2.000 neue Mitarbeiter werden gesucht

Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Die Nachrichtenagentur Reuters hat eine Zählung der weltweit offenen Stellenausschreibungen von Google durchgeführt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Insgesamt sucht der Internetkonzern 2.076 neue Mitarbeiter.

Der Google-Sprecher Jordan Newman wollte die Zahl zwar nicht bestätigen, teilte jedoch mit, dass die Zahl der Neueinstellungen und der offenen Stellen deutlich angehoben wurde. In Deutschland etwa gibt es 83 ausgeschriebene Jobs. Ab 1.1.2011 werden die Löhne der bestehenden Belegschaft um satte 10% erhöht.

Der Suchmaschinenspezialist beschäftigt aktuell über 23.000 Personen. Im Zuge der Wirtschaftskrise musste aber auch Google zwischenzeitlich Personal abbauen. Doch nun wird wieder expandiert. Vor allem in den USA erweitert Google permanent seine Büros. Immobilienmakler sprechen schon vom "Google-Effekt". Am ehemaligen Nasa-Gelände mit einer Fläche von knapp 111.500 m2 errichtet Google darüber hinaus Wohnungen für seine Mitarbeiter sowie Kindertagesheime und Fitnesszentren.

Google Jobs im D-A-CH Raum:
in Deutschland: http://www.google.de/intl/en/jobs/germanylocations/
in Österreich: http://www.google.at/intl/de/jobs/
in der Schweiz: http://www.google.ch/intl/de/jobs/zurich/

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Ausreden für einen arbeitsfreien Tag

Quelle: nimkenja / pixelio.de
Das Wochenende vergeht so schnell und es ist zum schreien, wenn der Wecker am Montag Morgen die neue Arbeitswoche einläutet. Eine weiterer freier Tag muss her! Doch wie dem Chef beibringen, dass man unbedingt ein verlängertes Wochenende braucht?

Arbeitnehmer sind durchaus kreativ, wenn es darum geht, die Freizeit zu verlängern. Eine Erhebung der Jobplattform CareerBuilder, bei der mehr als 2.400 Arbeitgeber und 2.100 Angestellte befragt wurden, hat sich diesem Thema angenommen. Dabei wurde festgestellt, dass 30% aller Krankmeldungen ohne Erkrankung erfolgen.

Die skurrilsten Ausreden für einen jobfreien Tag:
  • Ich bin mit meiner Hand in der Bowlingkugel stecken geblieben
  • Eine Kuh ist ins Haus eingebrochen, nun muss ich auf den Versicherungsvertreter warten
  • Ich stecke mit einem Fuß in einem Mistkübel
  • Ich bin während der Arbeit eingeschlafen und dabei so hart auf die Tischplatte aufgeschlagen, dass nun mein Nacken schmerzt.
  • Ich habe mir an einem Kürbiskuchen den Mund verbrannt
  • Ich kann nicht kommen, da vor meinem Haus gerade ein Banküberfall stattfindet
  • Ich traue mich nicht außer Haus, da ein Kometenabsturz droht!
  • Ich kann nicht kommen, da ich mich so schwer an die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter gewöhnen kann.
Jeder 3. Arbeitgeber überprüft lt. Umfrage die Krankmeldungen. 16% gaben an, Arbeitnehmer bereits entlassen zu haben, da diese ohne gute Entschuldigung ferngeblieben sind. Auf der anderen Seite gab die Hälfte der befragten Manager an, dass sie ihren Mitarbeitern auch mal einen "Tag zur seelischen Gesundheit" gönnen würden.

Den kompletten Artikel gibt`s hier.

Die verschwundenen Berufe

Bretzenmann, Amme und Drahtzieher - Berufe aus früheren Tagen. Diese und viele mehr haben die Zeit nicht überdauert und sind bereits Geschichte. Die Veränderungen von der Agrargesellschaft über das Industrie- bis hin zum heutigen Informationszeitalter haben ihren Tribut gefordert. Viele Berufsbezeichnungen sind uns mittlerweile kein Begriff mehr. Zb. welche Aufgabe hatte einst der Planetenverkäufer? Keine Ahnung? So nannte man die Glücksbriefchentandler.

Manche in der heutigen Zeit aus dem Wortschatz fast verschwundene Berufsbezeichnungen finden sich allerdings noch da und dort. So ist zb Sattler beim Österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) nachwievor als offizieller Beruf gelistet. Für 2009 wurde dafür allerdings nur 1 Lehrling in Österreich gezählt. Weitere vom Aussterben bedrohte Berufe sind etwa Wäschermädchen, Handschuhmacher, Waagenhersteller, Stickereizeichner oder auch Blumenmädchen.

Doch es geht auch umgekehrt. Manch bereits von der Bildfläche verschwundene Job erfährt ein Revival. So wurde heuer beispielsweise die Ausbildung zum Hufschmied wieder eingeführt. Vor allem durch die Zunahme des Pferdesports im Tourismusbereich herrscht in diesem Bereich wieder Nachfrage. Darüber hinaus entstehen auch komplett neue noch nie dagewesene Berufsbezeichnungen. Ein Beispiel dafür wäre der Mediamatiker. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus Informatiker und Kaufmann. Wenngleich auf JOBkralle dieser Begriff im Rahmen der indizierten Stellen nicht vorhanden ist, könnte dieser Beruf in Zukunft öfter auftauchen.
Man darf also gespannt sein, wie sich die Welt der Berufe weiter drehen wird!

Sind Arbeitslose wirklich faul?

Eine hochkarätige Runde (Bernhard Felderer / IHS, Johannes Kopf / Geschäftsführer ams, John Patrik / Director OECD und Jan van Ours / Professor  University Tilburg) diskutierte am 28.10.2010 in der Sky Lounge in Wien die Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2008/2009 auf den Arbeitsmarkt. Einhelliger Tenor der Runde war, dass sich die Wirtschaft schneller erholt hat als der Arbeitsmarkt.

Die Erholung am Arbeitsmarkt hinkt hinterher. Vor allem sind die Auswirkungen in den einzelnen Ländern gravierend unterschiedlich. Vor allem Spanien und Irland sind stark von der Arbeitslosigkeit betroffen, in Deutschland hingegen ist die Arbeitslosenrate seit 18 Jahren am tiefsten Stand. Womit dies zusammenhängt ist nicht ganz klar und derzeit Forschungsthema. Es gibt Vermutungen, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie das Kurzarbeitszeitmodell für die geringe Arbeitslosigkeit in Deutschland verantwortlich sind, es ist aber nicht der Weisheit letzter Schluss. 

Drei Themenpunkte aber sind interessant, die ich im Rahmen dieser Zusammenfassung heraus streichen möchte, und darauf wurde auch in der Diskussion eingegangen. Das sind einerseits die stark gestiegene Langzeitarbeitslosigkeit in den USA (von 10% auf 35% der Arbeitslosen), das Modell der Flexcurity in Dänemark (staatlich großzügige Versorgung von Arbeitslosen bis zu 4 Jahren Auszeit bevor Sanktionen drohen andererseits geringer Kündigungsschutz) und das Thema Schulungen für Arbeitslose. Drei thematisch unterschiedliche Bereiche, die aber eine grundlegende menschliche Eigenschaft zu Tage bringen, nämlich die Faulheit.

Wie kann man hier auf Faulheit schließen, werden Sie geehrte Leserschaft und Philanthrop mit Recht fragen. Eine Vermutung geäußert von Patrick, warum die Langzeitarbeitslosigkeit so stark zugenommen hat, ist die Ausdehnung des Arbeitslosenzuschusses von bisher 6 Monaten auf 2 Jahre durch die Regierung Obama. Das dänische Felxicurity Modell steht vor einer Bewährungsprobe. Es funktioniert so richtig aber erst seit dem „Aktivierungszeitraum“ (der Zeitpunkt ab dem der Arbeitslose zur Arbeitssuche gedrängt wird. Das wurde in den letzten Jahren vor der Krise drastisch von 4 Jahren auf 1 Jahr reduziert. Vor Ausbruch der Krise hatte Dänemark eine der niedrigsten Arbeitslosenraten OECD weit). Das Thema Schulung wurde von Herrn van Ours so kommentiert: “cheap and mandatory“, was soviel heißt wie nur die Peitsche hilft hier. Denn wer schlägt seine Zeit schon gerne in voll gefüllten Schulungsräumen tot.

Also zusammengefasst heißt das: nur die Peitsche hilft wirklich, um die Unwilligen zur Arbeit zu bringen, die Butterbrote werden nur gerne verspeist.