Die Idee des Praktikums war anfangs eine sehr Gute: man sollte in den Beruf reinschnuppern können und die Möglichkeit bekommen praktische Erfahrungen während der Ausbildung zu sammeln. Leider ist es aber so gekommen, dass viele Firmen Praktikanten mittlerweile als billige Arbeitskräfte auf Zeit ansehen und dadurch finden gut ausgebildete Akademiker oft keine Fixanstellung. Zu Beginn waren Absolventen sozialer und kultureller Studienrichtungen am häufigsten betroffen, heute finden sich auch viele Ingenieure, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler unter ihnen. Durch diesen Umschwung ersetzen schlechte oder unbezahlte Praktika fixe Arbeitsstellen, die aber viel dringender benötigt werden. Obwohl die Meinungen natürlich auseinander gehen, überwiegen derzeit leider die schlechteren Schlagzeilen.
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Im Gegensatz zu den durchgehend schlechten Schlagzeilen der Praktika in Deutschland hat die Personalberatung CLEVIS GmbH in Kooperation mit der Jobbörse Absolventa und Praktikum.info bei der Umfrage zum Praktikantenspiegel 2012 herausgefunden, in welchen Branchen Praktikanten zufrieden waren mit ihrer Arbeit und den dortigen Bedingungen und in welchen Berufszweigen sich die Bestimmungen verschlechtert haben. Nachholbedarf besteht in der Automobilbranche laut den Befragten hinsichtlich der Qualität der Arbeit und liegt hinter Branchen wie Pharma und Medizintechnik, sowie Handel und Konsumgüter.
Obwohl Praktikanten meist nur gering oder gar nicht bezahlt werden, sind laut Praktikantenreport 2012 65,8 Prozent der befragten Praktikanten mit ihrem Praktikum zufrieden sind beziehungsweise zufrieden waren. Obwohl Unternehmen ihre Praktikanten ausbeuten ist der Großteil zufrieden. Weiters fand die Studie heraus, dass Praktikanten im Schnitt 7,75 Stunden am Tag arbeiten und dafür durchschnittlich nur 290 Euro im Monat erhalten. 40 Prozent der Praktikanten erhalten sogar gar keinen Lohn. Im Gesundheitswesen beträgt die Zahl der nicht entlohnten Praktikanten sogar 80 Prozent.
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Wer sich selbst engagieren möchte und an der neuen Befragung zum Praktikantenspiegel teilnehmen will, kann dies noch bis Ende August unter www.equestionnaire.de tun.
Wer sich für ein Praktikum in Deutschland entscheidet, sollte wichtige Fragen bezüglich Krankenversicherung, Arbeitsvertrag, Überstunden sowie Urlaubsregelung unbedingt vorab klären, da diese Dinge nicht gesetzlich geregelt sind. So vermeidet man böse Überraschungen während des Praktikums.




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